Was ist eine nachhaltige Stadtentwicklung und kann man diese explizit an einer Stadt nachweisen? Um dies zu beantworten, machte sich der Erdkunde LK der Q1 mit Schüler*innen des Liebfrauen- und Mauritius-Gymnasiums in Begleitung von Frau Tölle und Frau Brandt am 15.06.2022 auf den Weg nach Münster.
Bevor es für uns am frühen Mittwochmorgen am Geseker Bahnhof losging, haben wir die Exkursion schon ein paar Wochen vorher ausführlich geplant. Dazu haben sich die Schüler*innen des LKs in mehrere Kleingruppen aufgeteilt und verschiedene Aspekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung in Münster ausgearbeitet. Diese wurden dann vor, während und nach der Exkursion auf eine beliebige Weise den anderen Schülern präsentiert. Mal haben die Schüler*innen eine Gruppenarbeit angeleitet, ein anderes Mal ein interaktives Quiz erstellt. Seit wann ist die Stadtplanung von Städten nachhaltig ausgerichtet und war das schon immer so? Die verschiedenen Leitbilder der Stadtentwicklung stellte eine Kleingruppe anschaulich vor, während eine zweite das Konzept einer Nachhaltigen Stadtentwicklung mit ihren ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen erklärte. Mit diesem Grundwissen sind wir dann nach Münster aufgebrochen, um eine Spurensuche zu wagen. Am Münsteraner Hauptbahnhof angekommen war unser erstes Ziel der Stadthafen. Auf dem Weg dorthin haben wir die Umgebung näher beobachtet. Im Hafenviertel konnten wir schon erste Anzeichen einer Gentrifizierung erkennen, dessen Auswirkungen uns im Laufe des Vormittags noch stärker bewusstwurden. Eine Kleingruppe hat uns die Geschichte des Münsteraner Stadthafens sowie den Funktionswandel einiger Gebäude vor Ort nähergebracht. Dabei sind uns vor allem die alten Speichergebäude (v.a. Kornspeicher) aufgefallen, die heute zum Beispiel als Theater oder Kunsthalle genutzt werden. Alte Bahnschienen, Schüttvorrichtungen und Kräne erinnern noch an die Zeit, in der der Hafen als Güterumschlagsplatz agierte. Später sind wir in Kleingruppen losgezogen um den Hafen selber etwas genauer zu erkunden. Dabei fertigten wir eine Kartierung an, die uns zeigte, dass der Hafen heute fast gar nicht mehr industriell genutzt, sondern vielmehr als Standort für Dienstleistungen revitalisiert wurde. Heute finden wir hier vor allem Gastronomie, Kunst und Kultur, Bürogebäude und Freizeiteinrichtungen.
Nach einem kurzen Fußmarsch bei bestem Wetter durften wir dann die Mittagspause in der Münsteraner Innenstadt verbringen. Danach konnten wir die Stadt unsicher machen und mit einer Art Stadtrallye verschiedene Aspekte der Stadtentwicklung anschauen. Dabei hatten wir Zeit in Ruhe die Altstadt zu besichtigen und wir konnten zum Aasee laufen. Zusätzlich hatten wir noch die Möglichkeit den Paulusdom und andere Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Gegen Nachmittag ging es dann wieder mit dem Zug zurück nach Geseke.
Aber hat uns die Exkursion bei unserer anfänglichen Frage weitergeholfen? Nach der Exkursion waren wir uns einig. In der Stadt Münster lässt sich eine nachhaltige Stadtentwicklung wiederfinden und wir waren positiv überrascht von der guten Stadtentwicklungsstrategie der Stadt.
Zusammenfassend kann man festhalten, dass wir einen super Einblick in die Stadtgeographie am Beispiel der Stadt Münster bekommen haben.
Rudy Krämer (Q1)