Vom 7. bis 13. Oktober 2026 besuchten unsere Mauris gemeinsam mit Herrn Schnabel und Frau Constantin-Hunstig die Schule Nr. 28 in Lublin. Der Austausch ist Teil unseres Erasmus-Projekts „Small decisions – big changes“, in dem wir uns über das gesamte Schuljahr mit Nachhaltigkeit beschäftigen. Schon während der gemeinsamen Woche wurde deutlich: Nachhaltigkeit hat viele Seiten – von der Wiederverwendung alter Materialien über den Schutz der Natur bis hin zu einem respektvollen Miteinander.
Bei der Ankunft wurden wir von unseren polnischen Gastfamilien sehr herzlich begrüßt. Der nächste Morgen stand ganz im Zeichen der Erkundung und des Kennenlernens: Schulgebäude, Unterricht, Mensa, Schwimmbad… Ein gemeinsamer Trommel-Workshop sorgte für Bewegung und gute Stimmung.
Am ersten Tag des Projekts standen zwei kreative Workshops auf dem Programm. Unter dem Motto „Old Tie – New Life“ verwandelten die Schülerinnen und Schüler alte Krawatten in etwas Neues. Der Workshop machte anschaulich, wie sich durch Wiederverwendung Ressourcen schonen und aus scheinbar Ausgedientem etwas Brauchbares schaffen lässt. Beim Keramik-Workshop „Forest Whisper“ lieferte der Wald die Inspiration. Dabei bot sich die Gelegenheit, genauer hinzuschauen, wie vielfältig und wertvoll die Natur ist – und warum es wichtig ist, sie zu schützen.
Auch der Besuch im Zentrum der Kulturen im Stadtzentrum von Lublin rückte einen wichtigen Aspekt der Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt: die Bedeutung von Bienen. In einem Workshop erfuhren die Jugendlichen mehr über Honig, Bienen und Bienenstöcke. Die Begegnung machte deutlich, wie wichtig Bienen für die Natur, auch im städtischen Raum sind und dass der Schutz von Arten und Lebensräumen eine gemeinsame Aufgabe ist.
Am Samstag erkundeten wir die Altstadt von Lublin. Der Aufstieg auf den Dreifaltigkeitsturm – eines der Wahrzeichen Lublins – bot einen besonderen Blick über die Stadt. Bei der Ausstellung „Kamienica Legend“ lernten die Jugendlichen auf interaktive Weise mehr über die Geschichte und Legenden Lublins.
Der Sonntag bot Zeit, den Tag mit den Gastfamilien zu verbringen und den europäischen Austausch ganz individuell zu gestalten und die Lebenswelt der Autschauschschüler noch persönlicher kennenzulernen.
Am Montag besuchten wir den Botanischen Garten in Lublin. Beim Workshop „Hanging Garden“ bauten sich die Schülerinnen und Schüler auf praktische und kreative Weise einen kleinen „hängenden Garten“. Der Besuch bot Gelegenheit, die Bedeutung von Pflanzen und naturnahen Orten im Alltag wahrzunehmen.
Den Abschluss der gemeinsamen Projekttage bildete am Dienstag der Koch-Workshop „Nothing wasted – an apple workshop“. Hier stand die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung im Mittelpunkt. Am Beispiel des Apfels konnten die Schülerinnen und Schüler darüber nachdenken, wie Lebensmittel möglichst vollständig genutzt werden können und wie kleine Entscheidungen in der Küche zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen beitragen.
Der Besuch in Lublin war damit ein gelungener Auftakt: Er brachte unsere Jugendlichen mit neuen Ideen, Erfahrungen und Eindrücken zusammen – und zeigte, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein großes Thema ist, sondern im Alltag beginnt. Über das Schuljahr hinweg werden die Projektgruppen in Lublin und Büren jeweils weiter daran arbeiten. Ende Mai freuen wir uns darauf, die polnische Gruppe in Büren zu begrüßen. Dann wollen wir gemeinsam weiter das Thema gestalten und neue Ideen für eine nachhaltigere Zukunft entwickeln.