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          • Krakau-Auschwitz-Fahrt 2026
            • Krakau-Auschwitz-Fahrt 2026

            • Vom 14.06. bis zum 19.06. waren wir mit 15 Schüler*innen vom Mauri und 15 Schüler*innen vom LFG sowie jeweils zwei Lehrer*innen in Polen.

              Den ersten Tag haben wir größtenteils im Bus verbracht und nach dem Treffen mit unserer Reiseleitung Sylwia mit einem gemeinsamen Abendessen und anschließender Freizeit ausklingen lassen.
              An den beiden folgenden Tagen haben wir die beiden Lager Auschwitz I und Birkenau besichtigt. Dort haben wir viele Informationen über die Lager, den Holocaust und die Gräueltaten der Nationalsozialisten bekommen. Am Mahnmal im Lager Birkenau legten wir dann gemeinsam nach jüdischer Tradition Steine ab. Diese eindrucksvollen, jedoch durch das enorme Ausmaß des Leidens und der unvorstellbaren Grausamkeit nicht wirklich greifbaren Erfahrungen wurden durch die Beschäftigung mit Einzelschicksalen, in einem Workshop am ersten Tag und der Besichtigung der Ausstellung eines ehemaligen Häftlings von Auschwitz am zweiten Tag vertieft. In seiner Ausstellung „schreibt“ der Auschwitz-Überlebende Marian Kołodziej durch seine Zeichnungen seine Erfahrungen im Lager für die Nachwelt auf. Laut ihm sind seine Zeichnungen keine Kunst, sondern Worte.
              Im Anschluss daran hatten wir die Möglichkeit, die gesammelten Eindrücke in verschiedenen Angeboten gemeinsam oder individuell durch Malen oder Schreiben zu verarbeiten. Auch diese beiden Tage wurden mit gemeinsamen Abendessen und Freizeit abgeschlossen, wobei wir als Gruppe sowohl ernste Gespräche als auch sehr viel Spaß hatten.

              Dann ging unsere Reise weiter in die wunderschöne ehemalige Hauptstadt Krakau, durch die uns Sylwia am Mittwoch geführt hat. Dabei haben wir Informationen über verschiedene Orte bekommen, die von den Anfängen Krakaus bis in die heutige Zeit reichen. Ein Highlight des Tages war das Gespräch mit der Zeitzeugin Monika Goldwasser, die als jüdisches Baby durch eine polnische Familie gerettet wurde. Sie berichtete von ihrer eindrucksvollen Lebensgeschichte, wie sie nur knapp dem Tod entkommen ist und was ihre Adoptivfamilie für sie aufs Spiel setzte. Außerdem erzählte sie, wie sie nach Jahren, in denen sie ihre jüdische Identität weiter versteckte, schließlich den Mut fasste, sich an die Öffentlichkeit zu wenden, ihre Geschichte zu teilen und sich für die Auszeichnung ihrer polnischen Eltern einzusetzen, wofür sie unter anderem das Bundesverdienstkreuz erhielt.

              Der letzte Tag begann mit dem Besuch im Schindler Museum und einer Führung durch das ehemalige Ghetto, wo wir viele weitere Informationen über das jüdische Leben vor und während der NS-Zeit bekommen haben. Als „Comic Relief” gab es in der Mittagspause „kommunistische Pizza“ (überbackene Baguettes mit verschiedenem Belag), die uns Sylwia empfohlen hat. Als Abschluss des Programms waren wir in einer Synagoge und auf dem dazugehörigen jüdischen Friedhof. Von 14:00 Uhr bis zur Abfahrt um 22:00 Uhr hatten wir dann noch Zeit, selbstständig die Stadt zu erkunden.

              Insgesamt war die Fahrt zwar voller ernster Themen, der Spaß kam jedoch trotzdem nicht zu kurz. So entstand zum Beispiel unsere Theorie, dass wir verflucht wurden: sieben Missgeschicke, begonnen mit 7 Minuten Verspätung zur Abfahrt, gab es ein verlorenes Portmonee, ein Handy, das aus dem Fenster fiel, einen „vergessenen“ Schüler, einen doppelten Angriff durch Vögel, eine mit Cola überflutete Tasche und abschließend erneut 7 Minuten Verspätung zur Rückfahrt. Die Studienfahrt war eine sehr prägende und bereichernde Reise, von der jeder von uns viel mitnehmen konnte. Es war uns eine Ehre, „die Gruppe von Elke“ gewesen zu sein.

              Vielen Dank an alle Verantwortlichen, die diese Erfahrung für uns möglich gemacht haben!
              i.A. der “Mauris” L. Schneider und Ph. Hohmann Q1

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