„Ich habe nicht gewusst, dass es auch in Büren so viel Armut gibt“, stellte betroffen ein 14-jähriger Schüler des Mauritius-Gymnasiums fest. Im evangelischen Religionskurs der Jahrgangsstufe 8 beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Wochen mit dem Thema „Armut und Reichtum in Deutschland“.
In diesem Zusammenhang war Frau Bischof, Leiterin der Bürener Tafel, zu Gast im Unterricht. In einem sehr persönlichen und bewegenden Bericht schilderte sie die Situation von Familien, Alleinerziehenden und älteren Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, sowie die Herausforderungen der ehrenamtlichen Arbeit.
Der Besuch hinterließ einen bleibenden Eindruck. Viele Jugendliche äußerten den Wunsch, selbst aktiv zu werden. Daraus entstand ein besonderes Projekt: In den kommenden Wochen unterstützen wechselnde Gruppen von Schülerinnen und Schülern vor Schulbeginn und während des Religionsunterrichts die Mitarbeitenden der Tafel. Sie helfen beim Sortieren, Vorbereiten und Aufbauen der Lebensmittelspenden.
Schulleiterin Frau Jürgensmeier betont: „Das Projekt verbindet Unterrichtsinhalte mit gelebter Verantwortung und macht die Möglichkeit zur Hilfe für die Jugendlichen unmittelbar erfahrbar.“ Da die Bürener Tafel auf Spenden angewiesen ist, freuen sich alle auch weiterhin über Spenden haltbarer Lebensmittel.