Am 10. Und 11. September besuchte die gesamte 8. Jahrgangsstufe den Ringelsteiner Wald. Im Rahmen des Projekts „Mauri-Klimawald“ arbeiteten die Klassen mit Spaten, Sägen und Schaufeln an der Wiedervernässung des Waldbodens.
Moorige Wälder galten früher als unbrauchbar. Sie wurden mithilfe von Entwässerungsgräben trockengelegt, um sie nutzbar zu machen. Heute wissen wir, dass dadurch 90% der Moore zerstört wurden, ein fataler Fehler, wenn man an die Folgen des Klimawandels denkt. Moore sind echte Klimaschützer: Obwohl sie nur rund 3 % der Erdoberfläche bedecken, speichern sie doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammen. Werden sie zerstört, gelangen enorme Mengen an Treibhausgasen wie CO₂ und Lachgas in die Atmosphäre. Das schadet nicht nur dem Klima, sondern auch zahlreichen Tier- und Pflanzenarten, die auf intakte Moore angewiesen sind. Gleichzeitig leiden unsere Wälder unter den Folgen der Trockenheit: Geschwächte Bäume sind anfälliger für Schädlinge und geraten in den immer häufiger auftretenden sommerlichen Dürreperioden leichter in Brand.
Bei der Stopfung der Entwässerungsgräben halfen die Schülerinnen und Schüler eifrig mit. Dafür mussten mit Bohlen und Brettern Staudämme tief im Boden gebaut werden und anschließend mit Sägemehl verdichtet werden. Mit Schubkarren transportierten die Schülerinnen und Schüler das Sägemehl tief in den Wald. Dabei kippte der ein oder andere Karren um, was für zusätzliche Heiterkeit sorgte. Aufgrund des matschigen Untergrundes wurden die tatkräftigen Helferinnen und Helfer trotz wetterfester Kleidung und Gummistiefeln ziemlich dreckig. Doch auch Regenschauer und Matsch konnte die gute Laune nicht stoppen.
Das Fazit der Klasse 8d: Ein tolles Projekt, das für viel Spaß sorgte und gleichzeitig auch noch gut für die Umwelt in unserer Region ist!